Keine Straße zur Jägerbauernalm!
Wir sprechen uns entschieden gegen den Bau der geplanten Straße von Aurach zur Jägerbauernalm aus!Ein einzigartiger, bislang weitgehend unberührte Naturraum ist bedroht. Gemeinsam setzen wir uns gegen den Bau der Straße zur Jägerbauernalm ein. Jetzt unterschreiben und ein Zeichen setzen!
Durch den geplanten Bau einer neuen Forststraße von Aurach über die Benzingalm zur Jägerbauernalm wird von der Gebietsbetreuung des Rotwandgebiet ein verstärkter Besucherandrang befürchtet.
Als "Kompensationsmaßnahme" sollen daher weite Bereiche rund um die Benzing- und Jägerbauernalm als Wildschutzgebiet ausgewiesen werden. Für Fußgänger wäre dieses Gebiet jährlich vom 15. Dezember bis zum 31. Juli gesperrt.
Stellungsnahme der Sektionen Leitzachtal, Schliersee und Bergbund Hausham:
Der Wunsch des Landwirt nach einer verbesserten Erschließung ist zwar aus seiner Sicht nachvollziehbar, es besteht jedoch ein deutlicher Widerspruch zwischen der Straßenerschließung und gleichzeitigen Zugangsbeschränkungen. Während die Straße zur Vorbereitung des Almbetriebs bereits ab Mai befahren würde, bliebe das Gebiet für Wanderer bis Ende Juli gesperrt. Zudem wäre der Straßenbau mit erheblichen Eingriffen in sensibles Gelände, erhöhter Erosionsgefahr, der Zerstörung wertvoller Flora und Fauna, großem Wartungsaufwand und der Zerstörung bestehender Wege verbunden. Es würde erheblich mehr "Freizeit-Betrieb" vor allem (e)Mountainbiker in ein bisher sehr ruhiges und bisher nur zu Fuß erreichbares Gebiet anziehen. Durch die Sperrung würde die einzige traditionelle Skiverbindung ins Leitzachtal entfallen. Ebenso wenig überzeugt das Argument, die Gebietsausweitung sei eine angemessene Antwort auf den Straßenbau. Tatsächlich droht das Gegenteil: Eine neue oder verbesserte Erschließung erhöht erfahrungsgemäß die Zugänglichkeit des Gebiets, erleichtert zusätzliche Nutzungen und verstärkt damit langfristig den Druck auf den Naturraum. Das geplante Betretungsverbot würde diesen Zielkonflikt nicht lösen, sondern lediglich verschieben.Fazit: Wir sehen einen grundlegenden Widerspruch zwischen einer mit öffentlichen Mitteln finanzierten Erschließung und der gleichzeitigen Einschränkung des öffentlichen Zugangs.